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Deutscher Alpenverein meldet Rückgang der tödlichen Unfälle am Berg
An der Schärtenspitze bei Ramsau/Berchtesgaden. Foto: DAV/Wolfgang Ehn
An der Schärtenspitze bei Ramsau/Berchtesgaden. Foto: DAV/Wolfgang Ehn

Deutscher Alpenverein meldet Rückgang der tödlichen Unfälle am Berg

31 Mitglieder des Deutschen Alpenvereins sind im Jahr 2018 am Berg zu Tode gekommen. Die meisten von ihnen starben beim Wandern. Unter den Mitgliedern des Deutschen Alpenvereins (DAV) sinkt die Zahl der tödlichen Unfälle, die Bergwacht muss aber immer öfter ausrücken.

Bei der Vorlage der Bergunfallstatistik für das Jahr 2018 spricht der Deutsche Alpenverein (DAV) von einem historischen Tiefstand.

Von den knapp 1,3 Millionen Mitgliedern seien im vergangenen Jahr 31 Menschen beim Bergsport gestorben, 10 weniger als im Jahr davor. Bezogen auf die Zahl der Mitglieder habe es seit Beginn der Aufzeichnungen 1952 noch nie so wenige Todesfälle gegeben, teilte der Verein mit.

Im vergangenen Jahr registrierte der Verein 967 Unfälle und Notfallsituationen. Die meisten Unfälle ereigneten sich beim Wandern. 16 Menschen starben bei Touren im Hochgebirge. Beim Skifahren verunglückten zwei Menschen tödlich. Beim Bergsteigen kamen 5 DAV-Mitglieder ums Leben. Sechs Menschen starben beim Klettern und zwei beim Mountainbike-Fahren.

Der Deutsche Alpenverein veröffentlicht seit 1952 eine Bergunfallstatistik. Der aktuelle Berichtszeitraum reicht vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober 2018 und umfasst je eine komplette Winter- und Sommersaison in den Bergen. Datengrundlage sind ausschließlich Unfälle von DAV-Mitgliedern.

Einen Überblick über die alpinen Unfälle in Bayern – auch bei Nicht-DAV-Mitgliedern – hat die Bergwacht Bayern. Sie registrierte in den vergangenen zehn Jahren keinen Anstieg der tödlichen Unfälle.

Die Zahl der Bergtoten lag gleichbleibend etwa zwischen 80 und 100 im Jahr. Allerdings müssten die Bergwachtler immer öfter ausrücken – vor allem im Sommer. „Die Unfallzahlen im Winter stagnieren, aber im Sommer steigen sie an“, so Thomas Griesbeck, stellvertretender Geschäftsführer der Bergwacht Bayern.

Die Zahl der Bergwacht-Einsätze im Sommer hat sich von 2006 bis 2018 fast verdoppelt von rund 1.580 auf rund 3.070. Die Einsatzzahlen stiegen beim Wandern und beim Bergsteigen, vor allem aber Mountainbiker brauchen immer öfter Hilfe. Wurde die Bergwacht 2006 noch 160 Mal zu Radelnotfällen gerufen, so waren es 2018 rund 590 – ein Plus von fast 270 Prozent.

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