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Gemeinsames verbindet – Osterbräuche in Tirol und Bayern
Ostern ist eine gute Zeit um möglichst viel draußen zu sein. Foto: Knut Kuckel / #tirolbayern
Ostern ist eine gute Zeit um möglichst viel draußen zu sein. Foto: Knut Kuckel / #tirolbayern

Gemeinsames verbindet – Osterbräuche in Tirol und Bayern

Frohe Ostern wünschen sich Daheimgebliebene wie Ausflügler in Bayern und/oder Tirol. Die Wettervorhersage verspricht Sonne satt. Bis zum Ostermontag. Mindestens. Freuen wir uns auf ein langes, warmes Wochenende mit unterschiedlichen Osterbräuchen.

In den vergangenen Wochen hat es kaum geregnet und die Wetterexperten sagen, vorläufig könne auch nicht mit Regen gerechnet werden. Des einen Freud, ist des anderen Leid. Während sich Ausflügler freuen, sind die Landwirte in Sorge. Nach der Trockenheit vom vergangenen Jahr sei nach wie vor keine Feuchtigkeit im Unterboden. Wer sich gerade über das Aufwachen seines schönen Gartens freut, sollte wissen, nachts wird es auch trotz der Rekordtemperaturen noch empfindlich kalt. In höheren Lagen kann es dank sternenklarem Himmel auch noch Bodenfrost geben. In höheren Lagen kann es dank sternenklarem Himmel auch noch Bodenfrost geben.

Gemeinsame Bräuche verbinden Tiroler und Bayern.

In Österreich ist das Ratschen nationales immaterielles Kulturerbe. Wenn am Gründonnerstag nach dem Gloria die Kirchenglocken verstummen, kommen vielerorts die Karfreitagsratschen zum Einsatz: Schon früh am Morgen ziehen die Ministranten mit den lauten Holzinstrumenten durch die Straßen. Mit lautem Geratter werden die Gläubigen an die täglichen Gebetszeiten und den Karfreitagsgottesdienst am Nachmittag erinnert. Schließlich sollen die lauten Ratschen die Kirchenglocken ersetzen, die der Legende nach bis Ostern nach Rom fliegen, um dort zu trauern.

Das Osterfeuer in der Osternacht ist das Symbol für die Auferstehung des Herrn und den Sieg des Lebens über den Tod. Die kirchliche Feier der Osternacht beginnt mit der Weihe des Osterfeuers. Anschließend wird die Osterkerze damit entzündet und mit dem dreifachen Ruf „Lumen Christi“ (Christus, das Licht) in die dunkle Kirche getragen. Nach und nach entzünden die Gläubigen an der Osterkerze ihre mitgebrachten Kerzen, mit denen sie das Osterlicht in ihr Haus heimtragen.

Ostergräber gab es früher im Alpenland in fast jeder Kirche. Sie waren eine Art Bibel für all diejenigen, die nicht lesen oder die lateinische Messe nicht verstehen konnten. Mithilfe mehrerer Kulissen wurde das Geschehen um Jesu Sterben bildlich im Altarraum dargestellt. In einigen Kirchen in Bayern und Tirol hat man aber die alte Tradition wiederbelebt. Zur Karwoche werden dort die aufwändigen Ostergräber aufgebaut und bieten den Gläubigen einen Ort zum Staunen und Innehalten.

Ostern: Das Heilige Grab in Mieming zeigt die Leidensgeschichte Christi

In Oberbayern nennt man es Oabecka, in der Oberpfalz Oiastoußn, im Salzburger Lungau heißt es Oalala tutschen, die Südtiroler sagen Eierguffen und die Schweizer Eiertütschen. Viele Namen für einen lustigen Osterbrauch: Eierpecken. Dabei werden zwei hartgekochte Ostereier an den Enden gegeneinandergestoßen: Spitze gegen Spitze, dann die runden Seiten. Sieger ist, wessen Ei am Ende noch unversehrt ist.

Liebevoll hergerichtete Weihekörbchen liegen in der Osternacht oder am Ostermorgen in vielen Kirchen an den Seitenaltären. Gefüllt sind sie mit allerlei Speisen, die nach der langen Fastenzeit an Ostern endlich wieder gegessen werden dürfen. In der Kirche ist es seit jeher Tradition, dass diese Speisen während der Ostermesse geweiht werden. Nach dem Gottesdienst kommen die geweihten Speisen dann bei einem gemütlichen Osterfrühstück mit der Familie auf den Tisch.

...danke für's WeitersagenTwitterFacebookPinterestEmailWhatsApp
Von
Knut Kuckel
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