22. März 2019
Die Tannenhütte oberhalb von Partenkirchen am Neujahrstag 2019. Foto: Kyra Berkenhof/#tirolbayern
Die Tannenhütte oberhalb von Partenkirchen am Neujahrstag 2019. Foto: Kyra Berkenhof/#tirolbayern

Tannenhütte am Wank – Wanderung am Neujahrstag

Ins neue Jahr 2019 startete die Grenzgänger #tirolbayern-Redaktion mit einer Wanderung zur 940 Meter hoch gelegenen Tannenhütte. Unterhalb des Wank, dem Hausberg der Partenkirchner.

Sonnenschein, blauer Himmel – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – besser konnte der Start ins neue Jahr nicht sein.

Am frühen Vormittag trafen wir auf unserem Weg erstaunlich viele Bergwanderer. Die meisten machten einen ausgeruhten Eindruck. Alle Begegnungen waren geprägt von bemerkenswerter Freundlichkeit: Man grüßt sich im Vorbeigehen und wünscht sich ein „Frohes neues Jahr“. Gelegentlich reicht man sich sogar die Hand und wechselt ein paar Worte zum Neujahrstag.

Gastgeber war Grenzgänger #tirolbayern-Herausgeber Knut Kuckel, der seit vier Monaten in Partenkirchen daheim ist. Wir wollten Projekte diskutieren und stellten Zeitpläne auf für neue Reportagen. „In letzter Zeit waren wir mehr in Bayern unterwegs“, meinte Knut, „wir sollten spätestens im Frühjahr unsere aufgeschobenen Tirolpläne verwirklichen.“

Von Partenkirchen aus führte unser Weg Richtung Pfeiffer Alm und Gschwandtnerbauer. Nach einigen Höhenmetern wechselten wir Richtung „Zeileck“.

„Schaut mal, dort unten bin ich jetzt daheim“, sagte der Knut und zeigte uns mit ausgestreckter Hand, wo wir bitte hinschauen sollten. An diesem Platz lässt sich der Blick auf Garmisch-Partenkirchen in vollem Umfang genießen. Man sieht u.a. das Gipfelkreuz vom Kramerspitz (1985 Meter hoch), dem Hausberg der Garmischer. Irgendwann in diesem Jahr möchten wir da auch mal hinauf. Wer schon mal oben war, schwärmt nämlich von der Aussicht auf das nahe Zugspitzmassiv und das Karwendelgebirge.

Zwei bekannte Kirchen bilden die jeweilige Mitte der Orte Garmisch und Partenkirchen. St. Martin steht für das Wahrzeichen von Garmisch und Maria Himmelfahrt für Partenkirchen.

Von „Zeileck“ gehts dann etwas steiler bergauf, Richtung Tannenhütte. Nach einer guten halben Stunde erreichten wir die Hängebrücke über die Faukenschlucht. Im Herbst 2011 wurde die 57 Meter lange, 1,2 Meter breite und ca. 40 Meter hohe „Hacker-Pschorr-Brücke“ gebaut. Sie spart eine halbe Stunde beim Anstieg.

Die Steige zur neu erbauten Tannenhütte am Wank sind vielerlei Hinsicht von hoher Qualität. Durch seine begünstigte, sonnige Lage sind die Wege praktisch das ganze Jahr über gut begehbar. 

Nach Überqueren des Baches ging es nun auf der anderen Seite der Schlucht nach immer abwärts, Richtung Partenkirchen. Der Wanderweg trifft auf eine Forststraße, die bei den ersten Häusern von Partenkirchen ins „Hasental“ führt.

Heute hätten wir auch mit der Wankbahn auf den Partenkirchener Hausberg fahren können. Bis zum 6. Januar ist sie ausnahmsweise in Betrieb, dann erst wieder im Frühling. Zu Fuß war uns der Weg auf den 1780 Meter hohen Wank zu beschwerlich. Der gefrorene Schnee war glatt und rutschig. Immerhin lag die Mittelstation der Wankbahn schon vor uns in greifbarer Nähe. In Höhe der Eckenhütte kehrten wir um.

Nach dem Redaktionsumzug von #tirolbayern von München und Mieming nach Garmisch-Partenkirchen haben wir uns zunächst mal mit Beiträgen zurückgehalten. Jetzt sind wir angekommen – im wahrsten Sinne des Wortes – und brennen darauf, für uns Unbekanntes zu entdecken.

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern, allen Netzwerkfreunden in Tirol und Bayern ein frohes neues Jahr!

Was wünscht sich unser Team?

Bezüglich eines fortschrittlichen Fremdenverkehrs wünschen wir uns Skifahrer, die – mit Blick auf die Autobahnstaus – auch mal mit Bahn oder Bus anreisen und Tagestouristen, die Bergwanderungen planen und seltener für endlos lange Warteschlangen vor Seilbahnen und Liften sorgen.

Ohne, dass das Wintervergnügen zu kurz kommt, hoffen wir auf Veränderungen im Ski-Zirkus. Wir meinen: lieber mal die Schneeschuhe anschnallen als über künstlich beschneite Pisten und Schneisen ins Tal rasen.

Die Einsamkeit unserer Berge lieben auch Wildtiere. Rot- und Rehwild, Gämsen, Auerwild und andere, deren Überleben in der Kälte nur deshalb gelingt, weil ihr Organismus auf Ruhe und geringen Energiebedarf eingestellt ist.

Gönnen wir auch ihnen eine gute Zeit.

Ja – auch wir von #tirolbayern haben oft ein schlechtes Gewissen, weil wir Bilder veröffentlichen, die Lust machen, mehr zu sehen. Vor Ort hinter die Kulissen zu schauen. Das möchten wir auch weiterhin fördern, aber bitteschön – wenn irgendwie möglich – im Einklang von Mensch und Umwelt.

Ein wichtiges Ergebnis unserer Redaktionsbesprechungstour zur Tannenhütte, ist zur Nachahmung empfohlen. Wir möchten, wann immer es möglich ist, künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unseren Reportage-Orten anreisen. Darüber werden wir auch gelegentlich schreiben.

Machen Sie mit, schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Wir freuen uns auch auf einen neuen Kommunikationsaustausch.

Kommentare sind ab sofort in #tirolbayern wieder frei geschaltet.

Noch ein paar Worte zur Tannenhütte: Oben angekommen durften wir mit all den anderen Wanderinnen und Wanderern mit gleichem Ziel feststellen, dass sich das Team ein paar Tage vom Feiertagsstress erholen wollte. Das sei ihnen von Herzen gegönnt!

Auf der neuen Website steht, wann der Betrieb wieder öffnet: „Ab dem 02.01.2019 haben wir wieder Dienstag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Montag ist unser Ruhetag.“

Das zeitgemäße Gebäude mit der verglasten Front und der Aussicht auf Garmisch-Partenkirchen und das Wetterstein-Massiv mit der Zugspitze ist übrigens komplett aus Tannenholz gefertigt. Mit dem Markenzeichen „Holz aus Bayern“.

Überliefert ist übrigens, dass Bayerns König Ludwig II. (lebte von 1845 – 1864), dort, wo heute die neue Tannenhütte steht, sein Königshaus bauen wollte. Probleme machte zur damaligen Zeit die Wassersorgung. Deshalb baute Ludwig II. seinen Prachtbau auf der Schachenalpe.

Kontakt:
Tannenhütte
Anna und Andreas Hertle
Gamshütte 1
82467 Garmisch Partenkirchen
Tel. 0171 6232455
Mail: servus@tannenhütte.de
Web: www.tannenhütte.de

Fotos: Kyra Berkenhof/#tirolbayern

Hinweis: Die Fotos haben wir mit mit dem Samsung Galaxy S8+ aufgenommen.

Kyra Berkenhof

"Wer Visionen hat, sollte Journalismus machen!" Ich mag den Spruch von Carline Mohr. Freie Journalistin und Bloggerin. München/Berlin. Blog: www.kyraberkenhof.de. Schreibt u.a. für Grenzgänger #tirolbayern und Journalismusblog.de - Mail: info@kyraberkenhof.de

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